Sund-Wiese: DIE SONDWIESEN
Weitere Belege
- die sindwiesen
Staatsarchiv Marburg, Lager-, Stück- und Steuerb., 1748
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Sund
Wohl zu ahd. mhd. sunt st. M. ‚Süden‘, d.h. ‚ein nach Süden ausgerichtetes Grundstück‘.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Sund
Die Belege sind womöglich unterschiedlicher Herkunft. Das Sunderholcz gehört entweder zu ahd. mhd. sunt st. M. ‚Süden‘ bzw. dem dazu gehörigen Adjektiv ahd. sundar, mhd. sunder ‚südlich, nach Süden ausgerichtet‘ oder dem Adjektiv mhd. sunder ‚abgesondert, eigen‘ und meint dann einen als Sondereigentum gekennzeichneten Waldbezirk. Die Zugehörigkeit des Sungaus in Eberstadt
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Sund-Wiese: DIE SONDWIESEN (Cölbe)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/270427_die-sondwiesen> (aufgerufen am 04.11.2026)
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