Nieder-Markt: an demme Nydern Mertd
Beleg
Standard-Flurname
Nieder-Markt
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1328
Quelle
Reimer, Heinrich: Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Hanau und der ehem. Provinz Hanau. Bd. 2. 1301-1349. Leipzig 1892.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Markt
Zu ahd. marcât, mhd. market, markt st. M.‚Marktplatz, Markt‘. Wie nhd. Problematisch ist nur der in Steinheim unmittelbar an der Grenze zum Limes gelegene Pfahlmarkt. Er war sicher kein Marktplatz im Warenaustausch von Römern und Germanen. wie die Ortsdeutung will, aber vielleicht fand hier tatsächlich einmal ein (Vieh?)Markt statt.
Nieder
Zum Adjektiv ahd. nidar, mhd. nider ‚nieder‘. Nieder kennzeichnet, im Gegensatz zu ober, die relative Lage von Grundstücken und Anlagen. - Nieder- kommt als differenzierendes Glied in folgenden WüstungsN vor: Nieder-Beringheim, -Beuerstatt, -Dilshausen. Der Typ Niederfeld bezieht sich in der Regel auf ein Großfeld in der Dreifelderwirtschaft; der Typ Niederdorf auf einen Dorfteil.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Nieder
Zum Adjektiv ahd. nidar, mhd. nider ‚nieder‘. Nieder kennzeichnet, im Gegensatz zu ober, die relative Lage von Grundstücken und Anlagen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Nieder-Markt: an demme Nydern Mertd (Somborn)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/2702_an-demme-nydern-mertd> (aufgerufen am 28.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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