Stoppel-Rase: STOPPELRASEN [stoppelwassem]
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Stoppel
Stoppel ist die mitteldt.-niederdt. und seit dem 16. Jahrhundert standardsprachlich werdende Form von mhd. (oberdt.) stupfel sw. F., ahd. stupfila, stupfala, stupfel; das Wort bezeichnet die abgeschnittenen Stümpfe der Halme, aber auch den Vorgang des Stoppelns, mhd. stupfeln, stüpfeln sw. V. ‚Ähren nachlesen; liegen gebliebenes Heu nachlesen; Nachlese auf dem Kartoffelacker; hängen gebliebenes Obst, bes. Äpfel und Birnen, sich aneignen‘. Da sich der Name auf eine Quelle bezieht, liegt eine bildliche Namengebung nahe: ‚Born der stoppelt, d.h. nur wenig Wasser gibt‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Stoppel
Stoppel ist die mitteldt.-niederdt. und seit dem 16. Jh. standardsprachlich werdende Form von mhd. (oberdt.) stupfel sw. F., ahd. stupfila, stupfala, stupfel; das Wort bezeichnet die abgeschnittenen Stümpfe der Halme, aber auch den Vorgang des Stoppelns, mhd. stupfeln, stüpfeln sw. V. ‚Ähren oder Trauben nachlesen‘. Diese Tätigkeit ist als Benennungsmotiv plausibler: Stoppelacker kennzeichnet einen Acker, auf dem gestoppelt wird, Stoppelweide hingegen eine abgeweidete Weide. In Jügesheim und Rod(DAD) kann wegen des Flexions-s auch ein BesitzerN vorliegen.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Rase
Karte 28
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Stoppel-Rase: STOPPELRASEN (Buchenau)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/268070_stoppelrasen> (aufgerufen am 08.05.2026)
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