Schweige: Im schwichenn
Beleg
Standard-Flurname
Schweige
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1520
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 5/20.
Weitere Belege
- IM SCHWEIGEN
- 1757: im Schweichen
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 43/3., fol. 35' - 19. Jahrhundert, kopial 20. Jahrhundert: Auf dem Schweige
Staatsarchiv Darmstadt, O 61, Buxbaum. Konv. 1.
Deutungen
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Schweige
Wegen der älteren Belege mit eii gehören die Namen nicht zu ahd. sweiga, mhd. sweige, sweig st. F. ‚Rinderherde, Viehhof, Weideplatz‘, sondern zu ahd. biswih, biswîh ‚Betrug, Trug, List‘, mhd. swîch st. M. ‚Schaden, Betrug‘, in diesen Namen aber mit schwacher Flexion. Die Namen erinnern dann daran, dass mit Grundstücken ein Betrug stattgefunden hat. - Der mündliche Beleg aus Herchenrode kann sprachlich auch zu sweige gehören und damit auf die Rinderhaltung verweisen; das Suffix ist vielleicht aus hart ‚Wald‘ abgeschwächt.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schweige: Im schwichenn (Klein-Gerau)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/263797_im-schwichenn> (aufgerufen am 04.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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