Dohn-Eis: Dohn-Eis
Weitere Belege
- vor der dohn eiss
Staatsarchiv Marburg, Flurbuch Nr. B 782, 1814
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Eis
Wohl zu ahd. mhd. îs st.N. ‚Eis‘. In den Eiskellern und -löchern wurden die aus dem Eis der Flüsse und Teiche geschlagenen Blöcke aufbewahrt, die im Sommer zur Kühlung der Lebensmittel dienten. - Der ungewöhnliche FlN Eiskachel in Wißmar geht auf mhd. îskachel M. ‚Eiszapfen‘ zurück. Da die Flur am Flusslauf der alten Lahn liegt, war wohl eine besondere Eisbildung in oder an dem Gewässer Benennungsmotiv.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Dohn
Zu ahd. donên, mhd. donen sw. V. ‚hingestreckt sein‘, wohl im Ablautverhältnis mit ahd. mhd. dennen ‚dehnen‘. Der FlN bezieht sich auf ausgestreckte Niederungen.
Eis
Wohl zu ahd. mhd. îs st. N. ‚Eis‘. Sicher hierher gehören aber wohl nur die Eiskeller- und Eiswasser-Namen. In den Eiskellern wurden die aus dem Eis der Flüsse und Teiche geschlagenen Blöcke aufbewahrt, die im Sommer zur Kühlung der Lebensmittel dienten. Der Name Eiseiche in Erbuch benennt dagegen eine spezielle Eichenart, etwa die Trauben-Eiche (Quercus sessiflora).
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Dohn-Eis: Dohn-Eis (Stadtallendorf)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/260648_dohn-eis> (aufgerufen am 16.07.2026)
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