Sand: Vff dem Sand genand
Beleg
Standard-Flurname
Sand
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1590
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Erfelden Nr. 2.
Weitere Belege
- AM SAND
- 1394: off dem Sande [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, A 1 (Die Urkunden werden nach Ortsnamen bzw. Provenienz und Jahr zitiert). - 1450: vf dem sande [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 6., fol. 253' - 1450: vf dem sande
Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 6., fol. 254 - 1559: vf dem sanndt
Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 5/20., fol. 103' - 19. Jahrhundert, kopial 20. Jahrhundert: Der Sand
Staatsarchiv Darmstadt, O 61, Buxbaum. Konv. 1.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Sand
Zu ahd. mhd. sant st. M. ‚Sand‘. Die Namen beziehen sich durchweg auf die Bodenbeschaffenheit. In Sandgruben und Sandkauten wurde Sand gegraben.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Sand
Zu ahd. mhd. sant st. M. ‚Sand‘. Die Namen beziehen sich durchweg auf die Bodenbeschaffenheit. In Sandgruben und Sandkauten wurde Sand gegraben; der Name Sandschließ in Groß-Gerau (und wohl auch in Erzhausen) bezieht sich offenbar auf eine Schließanlage des benachbarten Mühlbachs. Sprachlich auffällig sind die Diminutive und die .dd-losen Formen in Alsbach, Eberstadt, Jugenheim a. d. Bergstraße, Seeheim: Sie könnten auf eine Vermengung mit Sang (s. d.) verweisen. Dem Beleg in Haingrund entspricht mhd. santwerf st. M. ‚Sandhügel, Sandbank‘, möglicherweise als Grenzmarkierung (vgl. Koch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Sand: Vff dem Sand genand (Goddelau)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/250830_vff-dem-sand-genand> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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