Füll-Schüssel: geforcht denn fulschuesseln
Beleg
Standard-Flurname
Füll-Schüssel
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1450
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 6.
Weitere Belege
- 1441: (am Leeheimer Weg neben den Füllesc
Demandt, Karl E.: Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060-1486. Bd. 1-4. Wiesbaden 1953/1954/1956/1957., REG. 3996
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Füll
Eine ‚Grube, in der etwas verfüllt wird‘, zu mhd. vüllen sw. V. ‚füllen‘.
Schüssel
Schüssel erscheint als FormN. Zu ahd. scuzzila, scuzela, mhd. schüzzel st. sw. F., wie nhd.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Füll
Die Deutung ist nicht für alle Belege sicher, doch dürften sie meist auf ahd. fullen, mhd. vüllen sw. V. ‚füllen‘ zurückgehen. Die Belege aus Nieder-Ramstadt sind durch nhd. viel beeinflusst, die Zugehörigkeit der Belege aus Groß-Zimmern und Rüsselsheim ist fraglich (FamN?). Vereinzelt kann auch Einfluss von nhd. Füllen vorliegen. Während Füllkasten als Kompositum aufgefasst werden kann, das für ein Stück Land steht, das leicht den „Kasten“ füllt, ist der Name Füllschüssel als Satzname im Sinne von ‚Füll die Schüssel‘ zu deuten. In jedem Fall waren ertragreiche Landstücke namengebend.
Schüssel
Schüssel erscheint als FormN. Zu ahd. scuzzila, scuzela, mhd. schüʒʒel st. sw. F., wie nhd.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Füll-Schüssel: geforcht denn fulschuesseln (Goddelau)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/250623_geforcht-denn-fulschuesseln> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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