Knüppel-Berg: auf dem knueppelsberge

Historischer Beleg aus Niedermeiser  
Gemeinde
Liebenau
Landkreis
Kassel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Knüppel-Berg

Belegort

Belegtyp

historisch

Quelle

Staatsarchiv Marburg, Kataster, 1778

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Berg

Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für markante Bodenerhebungen in der Gemeinde. Im Übrigen können sehr unterschiedliche Höhen mit Berg benannt werden.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Berg

Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für eine markante Bodenerhebung in der Gemeinde oder gelegentlich auch spezieller für einen Weinberg.

Knüppel

Wohl meist zu mhd. knüpfel st. M. ‚Knüttel‘ bzw. der mitteldt. Form knüppel. Das Wort gehört zu Knopf ‚Knorren, Knospe, Kugel, Hügel‘ (s. d.). Es handelt sich deshalb um einen FormN. Daneben steht als Variante mit Entrundung Knippel. Die Deutung wird jedoch dadurch erschwert, dass sich Knüppel schon früh mit dem zu klopfen gehörigen Klöppel (s. d.) vermischt hat, wie verschiedene Belegreihen zeigen. Unsicher ist, ob rhein. Knipp ‚kleiner Hügel, hervortretende Stelle in Feld oder Wald, plötzliche Steigung im Boden‘ herangezogen werden kann. Dann ließen sich die Knippel-Namen als Diminutivbildungen zu Knipp deuten. Auf den Knippen (Bessungen) könnte hierher gehören; der Name bezöge sich dann auf mehrere Hügelgräber. Doch kann auch ein FamN zu Grunde zu liegen1.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Knüppel-Berg: auf dem knueppelsberge (Niedermeiser)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/249168_auf-dem-knueppelsberge> (aufgerufen am 06.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/249168