Bein-Haus: BEINHAUS
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Bein
Die meisten Namen gehen auf ahd. bein, mhd. bein st. N. ‚Bein, Knochen‘ zurück. Während Büchsenbein und Hosenbein FormN sind, erinnern die Beinhausäcker an ein Beinhaus oder Kerner, in dem die nach der Ruhezeit übrig gebliebenen Knochen aufbewahrt wurden. - Der Beingarten könnte auch zu Beune (s.d.) gehören.
Haus
Zu ahd. mhd. hûs st.N. ‚Haus, Gebäude‘. Die Namen beziehen sich auf Flurstücke am Dorfrand oder unmittelbar bei bestimmten Häusern.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Haus
Zu ahd. mhd. hûs st. N. ‚Haus, Gebäude‘. Die Namen beziehen sich auf Flurstücke am Dorfrand oder unmittelbar bei bestimmten Häusern. Bei den Pluralformen stehen sich ältere Bildungen auf -en ohne Umlaut (Hausen) und neuere auf -er mit Umlaut (Häuser) gegenüber. Die Namen aus Büttelborn, Egelsbach(?), Griesheim und Ober-Ramstadt stellen sich zu ahd. hûsstat ‚räumliche Ausdehnung des Hauses‘; als FlN bedeutet Hausstatt ‚Stelle, wo ein Haus steht, stand oder stehen soll‘. Vermischung des Diminutivs Häusel mit dem entsprechenden FamN kommt öfter vor.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Bein
Karte 15
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Bein-Haus: BEINHAUS (Hohenborn)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/240880_beinhaus> (aufgerufen am 15.07.2026)
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