Bohn-Stoppel: an den bohnstoppeln
Beleg
Standard-Flurname
Bohn-Stoppel
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg Bestand Kat. I Nr. Heimarshausen B 2 - B 3 · Anzeige im Hessischen Archivinformationssystem Arcinsys
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Stoppel
Stoppel ist die mitteldt.-niederdt. und seit dem 16. Jahrhundert standardsprachlich werdende Form von mhd. (oberdt.) stupfel sw. F., ahd. stupfila, stupfala, stupfel; das Wort bezeichnet die abgeschnittenen Stümpfe der Halme, aber auch den Vorgang des Stoppelns, mhd. stupfeln, stüpfeln sw. V. ‚Ähren nachlesen; liegen gebliebenes Heu nachlesen; Nachlese auf dem Kartoffelacker; hängen gebliebenes Obst, bes. Äpfel und Birnen, sich aneignen‘. Da sich der Name auf eine Quelle bezieht, liegt eine bildliche Namengebung nahe: ‚Born der stoppelt, d.h. nur wenig Wasser gibt‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Bohn
Wohl zum FamN Bohn, doch ist die Scheidung vom Appellativ mhd. bône ‚Bohne‘ nicht sicher.
Stoppel
Stoppel ist die mitteldt.-niederdt. und seit dem 16. Jh. standardsprachlich werdende Form von mhd. (oberdt.) stupfel sw. F., ahd. stupfila, stupfala, stupfel; das Wort bezeichnet die abgeschnittenen Stümpfe der Halme, aber auch den Vorgang des Stoppelns, mhd. stupfeln, stüpfeln sw. V. ‚Ähren oder Trauben nachlesen‘. Diese Tätigkeit ist als Benennungsmotiv plausibler: Stoppelacker kennzeichnet einen Acker, auf dem gestoppelt wird, Stoppelweide hingegen eine abgeweidete Weide. In Jügesheim und Rod(DAD) kann wegen des Flexions-s auch ein BesitzerN vorliegen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Bohn-Stoppel: an den bohnstoppeln (Heimarshausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/237972_an-den-bohnstoppeln> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/237972