Nuss-Grund: der nussgrund
Beleg
Standard-Flurname
Nuss-Grund
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg Bestand Kat. I Nr. Elben B 6 · Anzeige im Hessischen Archivinformationssystem Arcinsys
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grund
Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend.
Nuss
Zu ahd. mhd. nuz st. F. ‚Nuss, Fruchtkern‘. Namengebend wird in den meisten Fällen die Nutzung eines Flurstückes bzw. der Anbau von Nussbäumen gewesen sein. Während Verbindungen mit Nuss- offen lassen, ob sie sich auf Haselnussträucher oder Walnussbäume beziehen, sind bei Nussbäumen in der Regel ‚Walnussbäume‘ gemeint.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grund
Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. Dazu treten ziemlich häufig Diminutive mit den Suffixen -chen und -lein. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend. Auch bei Gewässern liegt die Bedeutung ‚tief‘ zu Grunde.
Nuss
Zu ahd. mhd. nuʒ st. F. ‚Nuss, Fruchtkern‘. Namengebend wird in den meisten Fällen die Nutzung eines Flurstücks mit Nussbäumen gewesen sein. Nuss als Simplex kann vereinzelt auch Bezeichnung nach der Form oder der Güte des Bodens sein. In Elmshausen liegt hingegen ein PN vor.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Nuss-Grund: der nussgrund (Elben)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/232916_der-nussgrund> (aufgerufen am 08.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/232916