Mergel-Kugel: auf der mergellkugell
Beleg
Standard-Flurname
Mergel-Kugel
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Mess- und Stueckbuch, 1728
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Kugel
Teils zu mhd. kugele sw. F. ‚Kugel‘ einschließlich der Kugel in Schießanlagen (Gießen, Hattenrod); teils zu mhd. gugel(e), kugel, kogel sw. st. F. ‚Kapuze‘, sei es als pars-pro-toto-Bezeichnung für Angehörige des Deutschen Ordens (Leihgestern) oder nach der Form eines Kapuzenzipfels (Oppenrod).
Mergel
Zu ahd. mergil, mhd. mergel st. M. ‚fette, tonhaltige Erde‘, einer Entlehnung aus lat. margila. Namengebend ist das Vorkommen dieser Tonart, die als Dünger verwandt und in Gruben abgebaut wurde. Die meisten Belege zeigen die mittelhessische Hebung /e/ > /i/ vor /r/.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Kugel
Zu mhd. kugele sw. F. ‚Kugel‘, in Eppertshausen und Weiskirchen zu mhd. gugelzipf st. M. ‚Zipfel der Kapuze‘. Es handelt sich um einen FormN, wie etwa in Eppertshausen, wo ein schmaler Wiesenstreifen mit halbkreisförmigem Bogen namengebend gewesen sein soll. In Ober-Roden kann auch der FamN Kugel vorliegen.
Mergel
Zu ahd. mergil, mhd. mergel st. M. ‚fette, tonhaltige Erde‘, einer Entlehnung aus lat. margila. Namengebend ist das Vorkommen dieser kalkhaltigen Tonart, die als Dünger verwandt und in Gruben abgebaut wurde. Vereinzelt kann auch Vermischung mit dem FamN Merkel, Mergel vorliegen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Mergel-Kugel: auf der mergellkugell (Deisel)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/230793_auf-der-mergellkugell> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/230793