Knüppel-Wiese: an knueppels unterster wiese
Beleg
Standard-Flurname
Knüppel-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Steuerkataster, 1779
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Knüppel
Wohl meist zu mhd. knüpfel st. M. ‚Knüttel‘ bzw. der mitteldt. Form knüppel. Das Wort gehört zu Knopf ‚Knorren, Knospe, Kugel, Hügel‘ (s. d.). Es handelt sich deshalb um einen FormN. Daneben steht als Variante mit Entrundung Knippel. Die Deutung wird jedoch dadurch erschwert, dass sich Knüppel schon früh mit dem zu klopfen gehörigen Klöppel (s. d.) vermischt hat, wie verschiedene Belegreihen zeigen. Unsicher ist, ob rhein. Knipp ‚kleiner Hügel, hervortretende Stelle in Feld oder Wald, plötzliche Steigung im Boden‘ herangezogen werden kann. Dann ließen sich die Knippel-Namen als Diminutivbildungen zu Knipp deuten. Auf den Knippen (Bessungen) könnte hierher gehören; der Name bezöge sich dann auf mehrere Hügelgräber. Doch kann auch ein FamN zu Grunde zu liegen
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Knüppel-Wiese: an knueppels unterster wiese (Calden)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/229913_an-knueppels-unterster-wiese> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/229913