Stitz-Wiese: die stietzwiese
Beleg
Standard-Flurname
Stitz-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Flurbuch, Ende 18. Jahrhundert
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Stitz m.
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Der Stitz, ein Wort unbekannter Herkunft, ist ein ‚enger, kleiner Stall‘, besonders der ,Gänsestall‘, und nur in mitteldt. Mundarten bekannt (DWB l8 [X‚ II, 2], 2866). Im Hessischen ist auch die Bedeutung ‚ein kleines elendes Zimmer, auch ein ärmliches Häuschen‘ (Saul 15) und vereinzelt ‚kleines, eingehegtes Stück Weide‘ (HNassWb 3, 796) belegt. Das Wort kommt sonst noch in Thüringen (Hertel 235) und Sachsen (DWB ebd.) vor.
Wie die Kombinationstypen zeigen, bezieht sich Stitz in hessischen FlN sowohl auf die Bedeutung ,Stall‘ wie ‚gehegte Weide‘.
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Um die möglichen Vermengungen mit Stütze auszusondern, wurden fem. Stitz-Belege ausgeschieden.
Aus: Hessischer Flurnamenatlas, Karte 40
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Stitz-Wiese: die stietzwiese (Widdershausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/225903_die-stietzwiese> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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