Melm-Stümpfe: DIE MELMSTUEMPFE

Rezenter Beleg aus Unterweisenborn  
Gemeinde
Schenklengsfeld
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Melm-Stümpfe

Belegort

Belegtyp

rezent

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Melm

Mit Melm, ahd. melm, mhd. melm st. M., melme sw. M. ‚Staub, Sand‘ bezeichnet man in Hessen ‚Staub‘, aber auch ‚beste Ackererde‘.

Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)

Melm m. n.

1

Mit Melm, ahd. melm st.m. ,Staub‘ (Schützeichel 125), mhd. mëlm st.m., mëlme sw. m. ‚Staub, Sand‘ (Lexer 1, 2096), bezeichnet man in Hessen ,Staub‘, aber auch ‚beste Ackererde‘ (HNassWb 2, 310), ‚zermalmte feine Erde‘ (Crecelius 586). Das bei Vilmar 271 genannte Molme fem. ,Dammerde, humus‘ ist wohl eine über die osthessische Senkung /e/ > /a/ zu /o/ weitergeführte Nebenform zu Melm, dessen Genus auch im Wortgebrauch schwankte (Crecelius 587). Wie in Thüringen Melm, Malm in FlN ‚Sandböden‘, auch ‚lockeren, sandigen Lehmboden‘ bezeichnet (Hertel 162; ThürWb 4, 601), scheinen die hessischen FlN sich vornehmlich auf gute, lockere, ‚mulmige‘ Böden zu beziehen. Als Standardformen stehen Melm und schwach flektierendes Melmen nebeneinander.

2

Bei Melm- als BT kann im Einzelfall Vermengung mit Mühlen- eingetreten sein. Auszuschließen sind die auf die „Mülmisch“ (nördl. Melsungen rechts zur Fulda; vgl. Vilmar 271) bezogenen FlN.

Aus: Hessischer Flurnamenatlas, Karte 103

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Melm-Stümpfe: DIE MELMSTUEMPFE (Unterweisenborn)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/224987_die-melmstuempfe> (aufgerufen am 04.11.2026)

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