Pass-Wiese: DIE PASWIESE
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Pass
Vermutlich zu frühnhd. pass M., das im 15. Jahrhundert in der Bedeutung ‚Weg, Verkehr, Durchgang, Übergang im Gebirge‘ aus franz. pas ‚Schritt, Gang‘ entlehnt wird. Allerdings haftet der Name an ebenem Gelände. Dennoch ist im Untersuchungsraum an eine Verbindung mit rhein. Pesch, Pasch ‚(eingezäunte) Wiese‘ (< lat. pascuum) wohl nicht zu denken.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Pass
Vermutlich zu fnhd. pass M., das im 15. Jh. in der Bedeutung ‚Weg, Verkehr, Durchgang, Übergang im Gebirge‘ aus frz. pas ‚Schritt, Gang‘ entlehnt wird. In Zwingenberg bezeichnet der Pass den Verlauf der Bergstraße an der engsten Stelle zwischen Berghang und früherem Sumpfland. Eine Verbindung mit niederrhein. Pass M., südhess. Pasch aus lat. pascuum ‚Weide, Waldweide‘ ist nicht erkennbar.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Pass-Wiese: DIE PASWIESE (Rhina)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/219575_die-paswiese> (aufgerufen am 06.11.2026)
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