Pass-Wiese: DIE PASWIESE

Rezenter Beleg aus Rhina  
Gemeinde
Haunetal
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Pass-Wiese

Belegort

Belegtyp

rezent

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Pass

Vermutlich zu frühnhd. pass M., das im 15. Jahrhundert in der Bedeutung ‚Weg, Verkehr, Durchgang, Übergang im Gebirge‘ aus franz. pas ‚Schritt, Gang‘ entlehnt wird. Allerdings haftet der Name an ebenem Gelände. Dennoch ist im Untersuchungsraum an eine Verbindung mit rhein. Pesch, Pasch ‚(eingezäunte) Wiese‘ (< lat. pascuum) wohl nicht zu denken.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Pass

Vermutlich zu fnhd. pass M., das im 15. Jh. in der Bedeutung ‚Weg, Verkehr, Durchgang, Übergang im Gebirge‘ aus frz. pas ‚Schritt, Gang‘ entlehnt wird. In Zwingenberg bezeichnet der Pass den Verlauf der Bergstraße an der engsten Stelle zwischen Berghang und früherem Sumpfland. Eine Verbindung mit niederrhein. Pass M., südhess. Pasch aus lat. pascuum ‚Weide, Waldweide‘ ist nicht erkennbar.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Pass-Wiese: DIE PASWIESE (Rhina)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/219575_die-paswiese> (aufgerufen am 06.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/219575