Engel-Kaute: in der engelskaute

Historischer Beleg aus Reimboldshausen  
Gemeinde
Kirchheim
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Engel-Kaute

Belegort

Belegtyp

historisch

Quelle

Staatsarchiv Marburg, Flurbuch, 1751

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Engel

Soweit ohne Flexions-/s/, zumindest zum Teil zu ahd. engil, mhd. engel st. M. ‚Engel‘. Die Namen erinnern dann meist an Engelbilder bzw. figürliche Darstellungen in der Art eines Bildstocks. Auch die Engelberge stehen in christlichem Bezug. Meistens jedoch zum FamN Engel.

Kaute

Zu spätmhd. kûte F. (mitteldt.) ‚Grube, Loch‘. Am Ende des 15. Jahrhunderts beginnt Kaute älteres Grube zu ersetzen. Namengebend waren stets natürliche oder künstliche Bodenvertiefungen, dann meist mit Kaute im GT. In Eisenkauten wurde Eisen im Tagebau abgebaut; die zahlreichen Leimenkauten dienten der Lehmgewinnung.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Kaute

Zu spätmhd. kûte F. (mitteldt.) ‚Grube, Loch‘. Am Ende des 15. Jh.s beginnt Kaute älteres Grube zu ersetzen. Namengebend waren stets natürliche oder künstliche Bodenvertiefungen, dann meist mit Kaute im GT. Ob auch der Beleg aus Wattenheim (als Diminutiv) hierher gehört, ist ungewiss.

Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)

Kaute

Karte 94

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Engel-Kaute: in der engelskaute (Reimboldshausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/219437_in-der-engelskaute> (aufgerufen am 12.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/219437