Drache-Tal: IM DRACHENTHAL

Rezenter Beleg aus Ransbach  
Gemeinde
Hohenroda
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Drache-Tal

Belegort

Belegtyp

rezent

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Tal

Zu ahd. mhd. tal st.N. st. M. ‚Tal, Niederung, zwischen Anhöhen liegendes Tiefland‘. Wie nhd. als Bezeichnung der relativen Lage für tiefer gelegenes Gelände.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Drache

Es ist unsicher, ob die FlN auf ahd. trahho, mhd. trache sw. M. ‚Drache‘, dann in der Bedeutung ‚Fabel-, Wappentier‘, zurückgehen; in Mörlenbach nach einem Heiligenbild o. ä. In Ober-Beerbach ist vielleicht eine Umdeutung aus achen hellen erfolgt. Vereinzelt liegt auch der FamN Drache vor, der etwa in Dorf-Erbach für a. 1502 bezeugt ist.

Tal

Zu ahd. mhd. tal st. N. st. M. ‚Tal, Niederung, zwischen Anhöhen liegendes Tiefland‘. Wie nhd. als Bezeichnung der relativen Lage für tiefer gelegenes Gelände. Die Thaler-Belege in Dornheim und Mosbach zeigen vermutlich eine sekundäre Pluralbildung. Die Abgrenzung zu Dohl ‚Abzugsgraben‘ ist wegen der mundartlichen Hebung von /ɑ/ > /o/ in Tal nicht immer sicher.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Drache-Tal: IM DRACHENTHAL (Ransbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/218664_im-drachenthal> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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