Biene-Klamm: BIENENKLAMM [bienekloamm]
Deutungen
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Biene
Zu ahd. bine, mhd. bin, bîn st. sw. F. ‚Biene‘. Es liegen gehegte Flurstücke vor, auf denen Bienen gehalten wurden bzw. Wege, die zu ihren Bienenstöcken hinführten. Die Belege mit /u/-Vokalismus zeigen hyperkorrekte Schreibungen. Wie einzelne Belegreihen erweisen, hat aber gelegentlich auch eine Vermischung von Bien ‚Biene‘, Bier ‚Birne‘ und Benn, Beune stattgefunden.
Klamm
Zu ahd. klamma st. F. ‚Klemme‘ mhd. klam st. M. klamme st. F. ‚Bergspalte, Schlucht‘. Die Wörter lassen sich an das Adjektiv mhd. klam ‚eng, dicht‘ anschließen. So sind die südhess. Klamm-Namen auf die Bedeutung ‚Felsspalte, Schlucht, schmale enge Täler und Höhen‘ zurückzuführen. Ihre Verbreitung ist in Südhessen auf den südwestlichen Teil des Odenwalds beschränkt. Daher wird in Nieder-Roden ein FamN vorliegen.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Klamm
Karte 92
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Biene-Klamm: BIENENKLAMM (Fürth)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/218421_bienenklamm> (aufgerufen am 06.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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