Küh-Licht: aufm kuehlicht
Beleg
Standard-Flurname
Küh-Licht
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Flurbuch, 1769
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Licht
Zu ahd. lioht, leoht ‚licht, hell, glänzend‘, mhd. lieht ‚hell, strahlend, blank (kahl?)‘ bzw. zum zugehörigen Substantiv ahd. lioh(t) ‚Licht, Helle; Leuchte‘, mhd. lieht st.N. ‚Licht, Leuchten, Helle, Glanz; Kerze‘. Die FlN verweisen in der Regel auf helle, sonnige, baumlose Örtlichkeiten, auf Waldstücke mit gelichtetem Baumbestand (bzw. auf Lichtungen im Wald), teilweise auch auf Flurstücke mit auffällig heller Bodenfärbung.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Licht
Meist zu ahd. lioht, leoht ‚licht, hell, glänzend‘, mhd. lieht ‚hell, strahlend, blank (kahl?)‘ bzw. zum zugehörigen Substantiv ahd. lioh(t) ‚Licht, Helle; Leuchte‘, mhd. lieht st. N. ‚Licht, Leuchten, Helle, Glanz; Kerze‘. Die FlN verweisen in der Regel auf helle, sonnige, baumlose Örtlichkeiten, auf Waldstücke mit gelichtetem Baumbestand (bzw. auf Lichtungen im Wald), teilweise auch auf Flurstücke mit auffällig heller Bodenfärbung. Wo auf einzelne Bäume Bezug genommen wird (Einhausen, Hering, Lengfeld, Rembrücken, Schwanheim), dürfte es sich um solche mit gelichteter Krone handeln. Einzelne Namen (Bessungen, Winterkasten?) könnten auch an Abgaben erinnern, die in Form von Kerzen (oder zur Unterhaltung des ewigen Lichts) zu entrichten waren. Einigen FlN liegt der HofN Lichtenklingen (Rimbach?, Siedelsbrunn, Wald-Michelbach), einigen wohl auch ein FamN Licht oder Lichter (Ellenbach) zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Küh-Licht: aufm kuehlicht (Heringen (Werra))“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/209818_aufm-kuehlicht> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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