Licht-Platte: AUF DER LICHTPLATTE
Weitere Belege
- auf der lichtplatte
Staatsarchiv Marburg Bestand Kat. I Nr. Hatterode B 6
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Licht
Zu ahd. lioht, leoht ‚licht, hell, glänzend‘, mhd. lieht ‚hell, strahlend, blank (kahl?)‘ bzw. zum zugehörigen Substantiv ahd. lioh(t) ‚Licht, Helle; Leuchte‘, mhd. lieht st.N. ‚Licht, Leuchten, Helle, Glanz; Kerze‘. Die FlN verweisen in der Regel auf helle, sonnige, baumlose Örtlichkeiten, auf Waldstücke mit gelichtetem Baumbestand (bzw. auf Lichtungen im Wald), teilweise auch auf Flurstücke mit auffällig heller Bodenfärbung.
Platte
Zu ahd. platta in der Bedeutung ‚Steinplatte‘, mhd. blatte, platte sw. F. ‚Fels-, Steinplatte‘, einer Entlehnung aus mittellat. plat(t)a ‚ebene Fläche‘. Namengebend waren ebene oder erhöhte Flächen, baumlose Kuppen und Berghänge sowie breite Felsplatten. Vereinzelt kann es sich auch um kahle Stellen im Wald handeln, die wohl der Köhlerei dienten.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Licht
Meist zu ahd. lioht, leoht ‚licht, hell, glänzend‘, mhd. lieht ‚hell, strahlend, blank (kahl?)‘ bzw. zum zugehörigen Substantiv ahd. lioh(t) ‚Licht, Helle; Leuchte‘, mhd. lieht st. N. ‚Licht, Leuchten, Helle, Glanz; Kerze‘. Die FlN verweisen in der Regel auf helle, sonnige, baumlose Örtlichkeiten, auf Waldstücke mit gelichtetem Baumbestand (bzw. auf Lichtungen im Wald), teilweise auch auf Flurstücke mit auffällig heller Bodenfärbung. Wo auf einzelne Bäume Bezug genommen wird (Einhausen, Hering, Lengfeld, Rembrücken, Schwanheim), dürfte es sich um solche mit gelichteter Krone handeln. Einzelne Namen (Bessungen, Winterkasten?) könnten auch an Abgaben erinnern, die in Form von Kerzen (oder zur Unterhaltung des ewigen Lichts) zu entrichten waren. Einigen FlN liegt der HofN Lichtenklingen (Rimbach?, Siedelsbrunn, Wald-Michelbach), einigen wohl auch ein FamN Licht oder Lichter (Ellenbach) zu Grunde.
Platte
Zu ahd. platta in der Bedeutung ‚Steinplatte‘, mhd. blatte, platte sw. F. ‚Fels-, Steinplatte‘, einer Entlehnung aus mittellat. plat(t)a ‚ebene Fläche‘. Namengebend waren ebene oder erhöhte Flächen, baumlose Kuppen und Berghänge sowie breite Felsplatten. Vereinzelt kann es sich auch um kahle Stellen im Wald handeln, die wohl der Köhlerei dienten.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Licht-Platte: AUF DER LICHTPLATTE (Hatterode)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/208575_auf-der-lichtplatte> (aufgerufen am 05.11.2026)
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