Hainer-Wiese: heynerwiesen

Historischer Beleg aus Bengendorf  
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Hainer-Wiese

Belegort

Belegtyp

historisch

Quelle

Staatsarchiv Marburg, Kataster, 1739

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Hainer

Die Namen beziehen sich auf Nachbarorte auf -hain, so in Freienseen auf Altenhain, in Weitershain auf Atzenhain (Vogelsberg-Kr.) oder auf Wege und andere Bezugspunkte zu Hain (s.d.).

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Hainer

Die FlN beziehen sich auf folgende ON im Kr. Darmstadt-Dieburg: Hahn (bei Pfungstadt), Hahn (Ortsteil von Wembach, Ober-Ramstadt) und Hähnlein (Alsbach-Hähnlein), sowie auf ON im Kr. Offenbach: Dreieichenhain, Götzenhain. In der Überlieferung dieser ON vermischen sich meist die Varianten Hahn und Hain. Unklar ist die Zugehörigkeit des Belegs aus Gras-Ellenbach, da hier kein Hain-ON in der Nähe ist.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Hainer-Wiese: heynerwiesen (Bengendorf)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/204180_heynerwiesen> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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