Gräflich-Erbach-Scheuer: bey der gräfl: Erbach: Scheuer
Beleg
Standard-Flurname
Gräflich-Erbach-Scheuer
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1770
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Breuberg Nr. 2.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Scheuer
Scheuer, gleichbedeutend und etymologisch verwandt mit Scheune, geht zurück auf ahd. sciura, scûra, mhd. schiure, schiur st. sw. F., mitteldt. schûre, schûr. Im Untersuchungsraum wird /iu/ > /u:/ > /au/ (vor /r, w/) diphthongiert, was sich in einer Reihe von Belegen zeigt.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Erbach
Zum GewN Erbach ( *Erd-Bach), der mehrfach rezent vertreten ist: 1) links zum Stadtbach, rechts zur Weschnitz (Heppenheim, Erbach), 2) links zur Weschnitz (Mörlenbach, Weiher, Zotzenbach); außerdem in Unter-Ostern.
Scheuer
Scheuer, gleichbedeutend und etymologisch verwandt mit Scheune, geht zurück auf ahd. sciura, scûra, mhd. schiure, schiur st. sw. F., mitteldt. schûre, schûr. Die /uː/-Formen werden in Hessen regional zu /ʃɑʊər/ diphthongiert und treten so auch in mehreren FlN-Belegen auf.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gräflich-Erbach-Scheuer: bey der gräfl: Erbach: Scheuer (Sandbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/201480_bey-der-graefl-erbach-scheuer> (aufgerufen am 11.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/201480