Münster-Sode-Pfad: durch den Münsterer Sodepfad

Historischer Beleg aus Hornau  
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Münster-Sode-Pfad

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1792

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 331, Akten Nr. IX, 501.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Münster

Zum OrtsN Münster: ‚Kloster‘. Über ein Kloster ist aber nichts bekannt.

Pfad

Zu ahd. p(h)ad, mhd. phat st. M.N. ‚Fußweg, Pfad‘, das vielleicht eine Entlehnung aus griech. patos ‚Weg‘ ist.

Sode

Mhd. sôte sw. M. ‚das Wallen, Aufwallen‘ bezieht sich nicht nur auf Wasserquellen, sondern in FlN auch auf sumpfige Stellen in Feld und Wiese allgemein. Da auch Sutter (s. Setterich) sich auf vergleichbare Sachverhalte bezieht, haben sich die Namenformen vermengt.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Pfad

Zu ahd. p(h)ad, mhd. phat st. M. N. ‚Fußweg, Pfad‘, das vielleicht eine Entlehnung aus griech. pátos ‚Weg‘ ist. Neben der standardsprachlichen Form mit anlautendem /pf/ aus /p/ stehen in der Mundart die Varianten /poːd/ und /peːd/. Die Belege aus FGesäß können daher als Diminutivformen hier angeschlossen werden.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Münster-Sode-Pfad: durch den Münsterer Sodepfad (Hornau)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/193836_durch-den-muensterer-sodepfad> (aufgerufen am 09.07.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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