Roh-Eiche-Rase: DER ROHEICHEN RASEN [ruhaicherase]
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Eiche
Hier sind hauptsächlich die Belege zusammengestellt, die auf Eichen als (Einzel-) Bäume hinweisen; zu ahd. eih, eihha, mhd. eich st. F. ‚Eiche‘ (Quercus). Einzeln stehende große Eichen konnten als Gerichtsbäume dienen. Vereinzelt kann Vermengung mit Eigen vorliegen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Eiche
Zu ahd. eih, eihha, mhd. eich st. F. ‚Eiche‘ (Quercus). Einzeln stehende große Eichen konnten als Gerichtsbäume dienen. Als Kollektiv tritt Eichich auf (mhd. eichach); oft verweist der GT auf kleinere Eichenwaldstücke und -kulturen (-staude, -busch, -stecken; dazu auch -stachen?). In Pfungstadt scheint Asstädter aus Eichstauden zersprochen zu sein
Roh
Zu ahd. rô, mhd. rou, rô ‚roh, unbearbeitet‘. Namengebend waren unbestellte, brachliegende Flurstücke. In Auerbach liegt vermutlich Verschreibung aus *hohen-rot vor.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Rase
Karte 28
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Roh-Eiche-Rase: DER ROHEICHEN RASEN (Pilgerzell)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/185453_der-roheichen-rasen> (aufgerufen am 06.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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