Schleich-Weide: auf der Schleicheweyde

Historischer Beleg aus Schwarzenfels  
Gemeinde
Sinntal
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Schleich-Weide

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1732

Quelle

Staatsarchiv Marburg, Karten, A II 1728/1.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Schleich

Entweder zum FamN Schlich (Schleich), der in Bellersheim 1358 belegt ist oder zu mhd. slîch st. M. ‚Schlick, Schlamm, Kot‘, auch als Dialektausdruck für feinen Schwemmsand.

Weide

Wenn Weide im GT eines FlNs steht, bezeichnet es meist die ‚Weide‘, den ‚Weideplatz‘ (siehe Weide_1). Bei der großen Reihe der Belege von Weide-Acker, -garten, -graben etc. ist es nicht möglich, eine sichere Zuordnung zu Weide_1 oder Weide_2 vorzunehmen.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Schleich

Während der schleichende Brunnen seinen Namen vielleicht vom schleichend-langsam fließenden Wasser erhalten hat (Partizipialadjektiv zu mhd. slîchen ‚leise gleitend gehen‘), geht der BT der Schleichwiesen auf etymologisch eng verwandtes mhd. slîch st. M. ‚Schlick, Schlamm, Kot‘ zurück und bezieht sich heute als Dialektausdruck auf feinen Schwemmsand, wie er sich nach Überschwemmungen auf Feldern absetzt.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schleich-Weide: auf der Schleicheweyde (Schwarzenfels)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/1848_auf-der-schleicheweyde> (aufgerufen am 10.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/1848