Brech-Kaute: gegen der brechkaute
Beleg
Standard-Flurname
Brech-Kaute
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1780
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Breuberg Nr. 2.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Brech
Zu ahd. brehhan, mhd. brechen st.V. ‚brechen‘. Namengebend waren Orte, an denen etwas gebrochen wurde. Brechloch ist eine Grube, in der Flachs nach der Dörre für das Brechen der holzigen Teile der Stängel vorbereitet wurde.
Kaute
Zu spätmhd. kûte F. (mitteldt.) ‚Grube, Loch‘. Am Ende des 15. Jahrhunderts beginnt Kaute älteres Grube zu ersetzen. Namengebend waren stets natürliche oder künstliche Bodenvertiefungen, dann meist mit Kaute im GT. In Eisenkauten wurde Eisen im Tagebau abgebaut; die zahlreichen Leimenkauten dienten der Lehmgewinnung.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Brech
Zu ahd. brehhan, mhd. brechen st. V. ‚brechen‘. Namengebend waren Orte, an denen etwas „gebrochen“ wurde. In den meisten Fällen beziehen sich die FlN auf den Ort, wo der Hanf oder Flachs nach der Dörre (s. d.) in Gruben oder eigens errichteten Hütten für das Brechen der holzigen Teile der Stängel vorbereitet wurde.
Kaute
Zu spätmhd. kûte F. (mitteldt.) ‚Grube, Loch‘. Am Ende des 15. Jh.s beginnt Kaute älteres Grube zu ersetzen. Namengebend waren stets natürliche oder künstliche Bodenvertiefungen, dann meist mit Kaute im GT. Ob auch der Beleg aus Wattenheim (als Diminutiv) hierher gehört, ist ungewiss.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Brech
Karte 28
Kaute
Karte 94
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Brech-Kaute: gegen der brechkaute (Höchst i. Odw.)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/171843_gegen-der-brechkaute> (aufgerufen am 04.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/171843