Eber-Grund: bis in den Ebersgrund
Beleg
Standard-Flurname
Eber-Grund
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1509
Quelle
Simon, Gustav: Die Geschichte der Dynasten und Grafen zu Erbach und ihres Landes. Frankfurt am Main 1858.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Eber
Zu ahd. ebur, mhd. eber st. M. ‚unverschnittenes männliches Schwein, Eber‘. - Der Name des Ebersteins in Königsberg gehört im BT eher zum PN Ebur (s. Ebers), könnte auch auf einen WüstungsN verweisen.
Grund
Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Eber
Zu ahd. ebur, mhd. eber st. M. ‚unverschnittenes männliches Schwein, Eber‘. Namengebend waren Standorte der Eber, oder es handelt sich um Flurstücke für die Halter der Eber. Der Name Eberfalter in Einhausen ist aus einer Klammerform Eberackerfalter entstanden
Grund
Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. Dazu treten ziemlich häufig Diminutive mit den Suffixen -chen und -lein. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend. Auch bei Gewässern liegt die Bedeutung ‚tief‘ zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Eber-Grund: bis in den Ebersgrund (Hetschbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/169699_bis-in-den-ebersgrund> (aufgerufen am 03.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/169699