Scheibig-Ding: AM OBERSTEN SCHEIBIGDING [ɔm ebərʃdə 'ʃaɪbɪç,dɪəŋ]
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Ding
In Grünberg und in Ruppertsburg/Villingen bezieht sich Ding auf den Ort des Gerichts, den Ort der ‚rechtlichen und gerichtlichen Verhandlung‘, ahd. thin(g), mhd. dinc st. N. Die Dingstühle in Grünberg, zu mhd. dincstuol st. M. ‚Richterstuhl, Gericht‘, sind erhalten. - Der FlN auf dem Dinger haftet in Weickartshain an einem leichten Hang zwischen Ort und Seenbrücke. Es ist fraglich, ob hier ein Ding-Platz war. Vielmehr ist der Name hier eher auf Nutzungsrechte des Richters, mhd. dingaere, dinger st. M., zurückzuführen. Andererseits spricht die Vielfalt der Kombinationsformen doch für eine Gerichtsstätte.
Scheibig
Zum Adjektiv scheibig, scheibicht, das erst im Nhd. mhd. schîbeleht (s. Scheibelich) abgelöst und damit bedeutungsgleich ist.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Scheibig-Ding: AM OBERSTEN SCHEIBIGDING (Zeilbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/169648_am-obersten-scheibigding> (aufgerufen am 04.11.2026)
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