Schotten-Wall: schotter wall

Historischer Beleg aus Wingershausen  
Gemeinde
Schotten
Landkreis
Vogelsbergkreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Schotten-Wall

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1555

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 131/1.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Schotten

Zum OrtsN Schotten (Vogelsberg-Kr.)

Wall

Zu mhd. wal st.N.M. ‚Wall, Ringmauer‘. In FlN wohl meist in der Bedeutung ‚Erdaufwurf, Befestigung‘, auch ‚Flussufer‘. Vielerorts dienten Wälle der Dorfbefestigung. Der Festungswall in Gießen besteht seit 1560. In Heuchelheim bezieht sich der Name auf einen Lahn-Damm.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Schotten

Da weder der VolksN der Schotten noch ältere und in Südhessen nicht oder wenig gebräuchliche Ausdrücke wie Schotte ‚herumziehender Krämer, Hausierer, Landfahrer‘, Schotten ‚Molke, Quark‘ u. a. in Frage kommen. Wahrscheinlich ist die Herleitung vom FamN Schott(e) oder vom mhd. Adjektiv schotte ‚schmutzig‘. Wenn die Belege aus Eberstadt zuverlässig sind, muss aber hier ein Nomen zu Grunde liegen.

Wall

Zu mhd. wal st. N. M. ‚Wall, Ringmauer‘. In FlN wohl meist in der Bedeutung ‚Erdaufwurf, Befestigung‘, auch ‚Flussufer‘. Vielerorts dienten Wälle der Dorfbefestigung. Den Belegen aus Alsbach liegt ursprünglich der PN Wallraban, Wallrabe zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schotten-Wall: schotter wall (Wingershausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/169153_schotter-wall> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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