Heu-Berg: HEUBERG ['haɪ,bɛaç]
Weitere Belege
- AM, IM HEUBERG
- 1597: auf dem Hayberg gelegen [Acker]
Staatsarchiv Marburg, 85. Hanauer Kammer, XIX, Nr. 15. - 1630: vorm Hewberg [Acker]
Staatsarchiv Marburg, 85. Hanauer Kammer, XXX, Nr. 42., fol. 8 - 1732: am heüberg
Staatsarchiv Marburg, Karten, A II 1728/1., pag. 220 - 1732: am heyberg
Staatsarchiv Marburg, Karten, R II 29. - 1732: Der Hey Berg
Staatsarchiv Marburg, Karten, R II 29. - 1732: Der Heüberg [Wald]
Staatsarchiv Marburg, Karten, A II 1728/1., pag. 287
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Berg
Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für markante Bodenerhebungen in der Gemeinde. Im Übrigen können sehr unterschiedliche Höhen mit Berg benannt werden.
Heu
Meist zu ahd. houwe, mhd. höuwe, houwe st. N. ‚Heu, Gras‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Berg
Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für eine markante Bodenerhebung in der Gemeinde oder gelegentlich auch spezieller für einen Weinberg.
Heu
Meist zu ahd. houwe, mhd. höuwe, houwe st. N. ‚Heu, Gras‘. Die Namen verweisen auf Wiesen, die der Heugewinnung dienten, auf Wege, auf denen das Heu eingefahren wurde, z. T. auch auf Gebäude, in denen Heu gelagert wurde (Heuscheuer). Der Name Heumahd ‚(Ort der) Heuernte‘ erscheint in den zersprochenen Nebenformen Heumatte, Heimatt und Heumet. Einzelne Vorkommen scheinen zu Hau ‚abgeholztes/abzuholzendes Waldstück‘ zu stellen zu sein (Kirschhausen), mit hyperkorrektem reue für mündl. /ɑː/. In Bieber wird mit Heumache ein Ort benannt, an dem Heu ‚gemacht‘ wurde
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Heu-Berg: HEUBERG (Schwarzenfels)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/1666_heuberg> (aufgerufen am 10.06.2026)
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