Fitz-Stumpf: Vff den Fitzstumpffen
Beleg
Standard-Flurname
Fitz-Stumpf
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1584
Quelle
Hotz, Wilhelm: Die Flurnamen der Grafschaft Schlitz. Darmstadt 1912. (HFB 1).
Weitere Belege
- DIE FETSTUEMPF
- 1703: Vf den fitstümpfen [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 257/2., fol. 502'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Stumpf
Die Vorkommen gehen auf ahd. stumpf st. M., mhd. stumpf, stumpfe st. sw. M.‚Stumpf, Stummel, Baumstumpf‘ bzw. das dazugehörige Adjektiv mhd. stumpf ‚verstümmelt, abgestutzt, stumpf‘ zurück. In den FlN Stumpf, Stümpf bzw. Stümpfen, die zugleich die starke und schwache Flexion des Wortes widerspiegeln, herrscht die Bedeutung ‚Baumstumpf‘ vor. Sie ist in den meisten Fällen namengebendes Motiv: Baumstümpfe entstanden beim ‚Stümpfen‘ der Bäume, d. h. dem Abschneiden in einer bestimmten Höhe. Auch ein Stumpfacker ist ein verkürzter Acker.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Fitz
Wohl zu ahd. fizza ‚Gebinde, Gewebe, Faden‘, mhd. vitze st. M. ‚eine beim Haspeln abgeteilte und für sich verbundene Anzahl Fäden‘ in der Bedeutung ‚geflochtene Rute zum Schlagen, Gerte (zur Herstellung der Fachwerkfüllung)‘. Die FlN beziehen sich dann entweder auf künstlich angelegte Weidengeflechte zur Befestigung eines Bachufers oder aber auf die Stellen, an denen die Fitzgerten geschnitten wurden.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Fitz-Stumpf: Vff den Fitzstumpffen (Unter-Wegfurth)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/166200_vff-den-fitzstumpffen> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/166200