Hinkel-Wiese: in der Henckell Wiesen
Beleg
Standard-Flurname
Hinkel-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1719
Quelle
Fürstliches Archiv Büdingen, Stadt und Land, Fasz. 172, Nr. 1201a.
Weitere Belege
- HINKELWIESEN
- 1768: und in der Hinckel Wießen
Fürstliches Archiv Büdingen, Ackerbücher, Schlierbach/Helfersdorf 1768., pag. 14 - 1807: in der Hinckel Wießen
Fürstliches Archiv Büdingen, Ackerbücher, Schlierbach 1807., pag. 4
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hinkel
Zu ahd. huonic(h)lîn ‚Küken‘, mhd. huoniclîn, hünkel, hinkel st. N. ‚Hühnlein‘, westmitteldt. Hinkel ‚(junges) Huhn‘. Es kommen unterschiedliche namengebende Motive in Betracht: Entweder wurden auf den entsprechenden Flurstücken Hühner gehalten, es ruhte eine in Hühnern zu entrichtende Abgabe auf ihnen oder es kamen dort vermehrt Wildhühner vor. - Unsicher ist die Zugehörigkeit des Namens der Grenzflur zwischen Großen-Buseck und Beuern wegen der /l/-/n/-Kombinationen. Der älteste Beleg von 1489 zeigt aber einen regulären Plural von mhd. hünkel, so dass der Name letztlich wohl doch zum Lemma gehört.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hinkel
Zu ahd. huonic(h)lîn ‚Küken‘, mhd. huoniclîn, hünkel, hinkel st. N. ‚Hühnlein‘, westmitteldt. Hinkel ‚junges Huhn‘. Es kommen unterschiedliche namengebende Motive in Betracht: Entweder wurden auf den entsprechenden Flurstücken Hühner gehalten, oder es ruhte eine in Hühnern zu entrichtende Abgabe auf ihnen, oder es kamen dort vermehrt Wildhühner vor. Auf einen PN Hinkel geht wohl der FlN in Bensheim zurück.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hinkel-Wiese: in der Henckell Wiesen (Schlierbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/157_in-der-henckell-wiesen> (aufgerufen am 09.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/157