Früh-Feld: IM FRUEHFELD [ɪm 'fry,fɛld]
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Feld
Zu ahd. feld, mhd. velt st. N. ‚Feld, Fläche, offenes Land‘. Die Namen haften in der Regel an den zum Ackerbau genutzten Feldern als Ganzes oder an Teilen. Neben Feld begegnet häufig das Diminutiv Feldchen, das aus der Feldwirtschaft ausgenommene Flurstücke bezeichnet.
Früh
Die Namen können vereinzelt unmittelbar zu ahd. fruo, mhd. vruo ‚früh‘ gehören und dann möglicherweise auf den Zeitpunkt der Ernte Bezug nehmen. Das gilt am ehesten für Frühacker und Frühstück. Da aber alle Früh-Namen in Langgöns liegen, ist deswegen und mit Blick auf die Kombinationstypen die Verbindung mit einem FamN wahrscheinlich. Eindeutig ist das beim Frühshahn, denn der ‚Hain‘ steht offenbar in Bezug zum FamN Frys : 1492 Hirman Frys in Lützellinden. Auch das Frühgut/Freudegut hängt wohl mit einem FamN Früger o. ä. zusammen, der 1694 für das benachbarte Leihgestern nachgewiesen ist. Die Vermengung ist dadurch erleichtert, dass früh dialektal /froi/ gesprochen wird.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Feld
Zu ahd. feld, mhd. velt st. N. ‚Feld, Fläche, offenes Land‘. Die Namen haften in der Regel an den zum Ackerbau genutzten Feldern als Ganzes oder an Teilen. Neben Feld begegnet häufig das Diminutiv Feldchen, das aus der Felderwirtschaft ausgenommene Flurstücke bezeichnet.
Früh
Die Namen können vereinzelt unmittelbar zu ahd. fruo, mhd. vruo ‚früh‘ gehören und dann möglicherweise auf den Zeitpunkt der ersten Heumahd Bezug nehmen. In Hetzbach wird jedoch eher ein FamN zu Grunde liegen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Früh-Feld: IM FRUEHFELD (Rebgeshain)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/155186_im-fruehfeld> (aufgerufen am 04.11.2026)
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