Sankt-Anna-Wiese: S: Anna Wiesen

Historischer Beleg aus Rainrod  
Gemeinde
Schotten
Landkreis
Vogelsbergkreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Sankt-Anna-Wiese

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1576

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 258/1.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Anna

Zum PN und HeiligenN Anna.

Sankt

Partikel ‚der heilige‘ vor Namen. Ahd. mhd. sancte, sante, sente Adj. ‚heilig‘, vor dem 9. Jahrhundert entlehnt aus dem Genitiv von lat. sanctus ‚heilig‘.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Anna

Zum PN und HeiligenN Anna. In Gräfenhausen handelt es sich um Land, das dem St. Anna genannten Altar zu Arheilgen gehörte.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Sankt-Anna-Wiese: S: Anna Wiesen (Rainrod)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/154594_s-anna-wiesen> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/154594