Sankt-Anna-Wiese: S: Anna Wiesen
Beleg
Standard-Flurname
Sankt-Anna-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1576
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 258/1.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Anna
Zum PN und HeiligenN Anna.
Sankt
Partikel ‚der heilige‘ vor Namen. Ahd. mhd. sancte, sante, sente Adj. ‚heilig‘, vor dem 9. Jahrhundert entlehnt aus dem Genitiv von lat. sanctus ‚heilig‘.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Anna
Zum PN und HeiligenN Anna. In Gräfenhausen handelt es sich um Land, das dem St. Anna genannten Altar zu Arheilgen gehörte.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Sankt-Anna-Wiese: S: Anna Wiesen (Rainrod)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/154594_s-anna-wiesen> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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