Habicht-Au: Vfer Habichsau ufem Beylich
Beleg
Standard-Flurname
Habicht-Au
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1703
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 257/2.
Weitere Belege
- 1486: Habichsau
Hotz, Wilhelm: Die Flurnamen der Grafschaft Schlitz. Darmstadt 1912. (HFB 1)., fol. 31 - 1703: Vfer Habichßau [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 257/2., fol. 344 - 1703: Vfer Habichßau [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 257/2., fol. 350
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Au
Zu ahd. ouwa, mhd. ouwe st. F. ‚Land am oder im Wasser, feuchter Wiesengrund, Flussinsel‘. Gelegentlich auftretende Graphien <h> und (vereinzelt) <g> sind in der Stellung zwischen zwei Vokalen als Schreibungen für einen Gleitlaut aufzufassen, der zur Ausspracheerleichterung dient. - Die Auzahl in Münster legt schon wegen des GTs Zahl ‚Schwanz‘ (s.d.) die Vermutung nahe, dass der BT Au Ergebnis einer Umdeutung ist. Der Beleg von 1489 lässt offen, ob mit <Auwer> der Auerhahn (s.d.) oder der Auerochse gemeint ist, deren Schwanz das namengebende Motiv bildete. Bei beiden Varianten ist dann allerdings erstaunlich, dass die Diphthongierung /u:/ > /au/ hier schon vollzogen ist.
Habicht
Zu ahd. habuh, habech, mhd. habech, habich st. M. ‚Habicht‘. Namengebend war der dort vorkommende Raubvogel.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Au
Zu ahd. ouwa, mhd. ouwe st. F. ‚Land am oder im Wasser, feuchter Wiesengrund, Flussinsel‘. Gelegentlich auftretende Graphien lgg, ,hh und bb sind in der Stellung zwischen zwei Vokalen als Schreibungen für einen Gleitlaut aufzufassen, der zur Ausspracheerleichterung dient. Au- und Aab-Belege stehen öfter nebeneinander; so auch in Bensheim, wo der Au-Name in der Raab-Straße aufgegangen ist
Habicht
Zu ahd. habuh, habech, mhd. habech, habich st. M. ‚Habicht‘, südhess. verbreitet /hɑbç/ u. ä. Namengebend war der dort vorkommende Raubvogel.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Habicht-Au: Vfer Habichsau ufem Beylich (Queck)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/153565_vfer-habichsau-ufem-beylich> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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