Opfer-Mann: Am Opffermann

Historischer Beleg aus Nieder-Gemünden  
Landkreis
Vogelsbergkreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Opfer-Mann

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1582

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 129/4.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Mann

Die FlN mit dem GT Mann beziehen sich nach dem Kompositionstyp allesamt auf Mann ‚homo‘, ahd. mhd. man und bilden insgesamt meist EreignisN.

Opfer

Die BTe der Namen stellen sich zu ahd. opfer, mhd. opfer, opher st.N., mitteldt. auch opper ‚Opfer, die einer Kirche oder der Gottheit dargebrachte Gabe‘. Auf den Grundstücken lastete eine kirchliche Abgabe, in der Regel zur Entlohnung des Opfermanns (s.d.) oder zu dessen Nießnutz.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Mann

Ob einzelne Formen im BT zu ahd. mhd. man st. M. ‚Mensch, Mann‘ zu stellen sind, ist unsicher, da auch der FamN sowie Vermengung mit Mond, Mohn in Betracht kommen.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Opfer-Mann: Am Opffermann (Nieder-Gemünden)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/145021_am-opffermann> (aufgerufen am 06.07.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/145021