Beune: vff der Beun gelegen
Beleg
Standard-Flurname
Beune
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1582
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 129/4.
Weitere Belege
- AUF DER BEUNE
- 1582: Ann der Beien [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 129/4., fol. 251' - 1582: vff denn Beuenn [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 129/4., fol. 259 - 1582: vff der Beine [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 129/4., fol. 251' - 1582: vff der Beune [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 129/4., fol. 265' - 1582: vff der Beunne [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 129/4., fol. 271' - 1582: vff den Bien [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 129/4., fol. 296 - 1720: das Bäune [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 182/4., fol. 4
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Beune
Zu ahd. biunta ‚eingezäuntes Grundstück‘, mhd. biunte, biunde, biunt st.w.F. ‚freies, besonderem Anbau vorbehaltenes und eingehegtes Grundstück, Gehege‘. Es bezeichnet ursprünglich aus der Allmende herausgenommenes, gehegtes Sonderland, das vornehmlich dem Anbau von Sonderkulturen wie Flachs, Rüben u.ä. vorbehalten war. Die heutigen FlN beziehen sich auf geschlossenes Ackerland und auf Grundstücke, die meist in Ortsnähe auf gutem Boden liegen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Beune
Zu ahd. biunta ‚eingezäuntes Grundstück‘, mhd. biunte, biunde, biunt st. sw. F. ‚freies, besonderem Anbau vorbehaltenes und eingehegtes Grundstück, Gehege‘. Es bezeichnet ursprünglich aus der Allmende herausgenommenes, gehegtes Sonderland, das vornehmlich dem Anbau von Sonderkulturen wie Flachs, Rüben u. ä. vorbehalten war. Die heutigen FlN beziehen sich auf geschlossenes Ackerland und auf Grundstücke, die meist in Ortsnähe auf gutem Boden liegen. Eine alte Adjektivableitung beunigt mit dem Suffix ahd. -eht/-oht steht daneben in Klein-Krotzenburg. Der diphthongierten Standardform Beune, Beunde und der entrundeten Hauptvariante Bein, Beine stehen zahlreiche weitere lautliche Varianten wie Bunde, Büne, selten Baune gegenüber. Häufigere und lautlich etwas weiter entfernt stehende Varianten Binn und Benn, Benge und Binge sowie Binde werden gesondert aufgeführt.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Beune
Karte 15
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Beune: vff der Beun gelegen (Nieder-Gemünden)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/144824_vff-der-beun-gelegen> (aufgerufen am 06.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/144824