Kratz-Wiese: bej der Cratzwiesenn
Beleg
Standard-Flurname
Kratz-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1579
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 182/2.
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Kratz
Für die Namen bieten sich verschiedene Deutungen an: Meist wohl zu mhd. kretze sw. F. M.‚Tragekorb‘, wobei bei den FlN wohl eher das Flechtwerk namengebendes Motiv war, so dass die Namen dann vielleicht auch auf Einzäunungen hinweisen. Unklar ist, ob auch hess. Kratze, Kretze, mhd. kretze ‚breite, flache Hacke (zur Bodenbearbeitung)‘ namengebend sein konnte. Schließlich ist auch der FamN Kratz im Untersuchungsgebiet historisch bezeugt. - Der früh und reich überlieferte Kratzert liegt am Limes. GT ist sicher hart ‚Wald‘ (s.d.): Aber gehört der BT hierher?
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kratz-Wiese: bej der Cratzwiesenn (Michelbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/144112_bej-der-cratzwiesenn> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/144112