Kratz-Wiese: bej der Cratzwiesenn

Historischer Beleg aus Michelbach  
Gemeinde
Schotten
Landkreis
Vogelsbergkreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Kratz-Wiese

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1579

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 182/2.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Kratz

Für die Namen bieten sich verschiedene Deutungen an: Meist wohl zu mhd. kretze sw. F. M.‚Tragekorb‘, wobei bei den FlN wohl eher das Flechtwerk namengebendes Motiv war, so dass die Namen dann vielleicht auch auf Einzäunungen hinweisen. Unklar ist, ob auch hess. Kratze, Kretze, mhd. kretze ‚breite, flache Hacke (zur Bodenbearbeitung)‘ namengebend sein konnte. Schließlich ist auch der FamN Kratz im Untersuchungsgebiet historisch bezeugt. - Der früh und reich überlieferte Kratzert liegt am Limes. GT ist sicher hart ‚Wald‘ (s.d.): Aber gehört der BT hierher?

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Kratz-Wiese: bej der Cratzwiesenn (Michelbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/144112_bej-der-cratzwiesenn> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/144112