Söhre-Wiese: In der Söhrnwies

Historischer Beleg aus Maulbach  
Gemeinde
Homberg (Ohm)
Landkreis
Vogelsbergkreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Söhre-Wiese

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

18. Jahrhundert

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 196/1.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Söhre

Zum mhd. Adjektiv sôr ‚trocken, dürr‘, in ahd. irsorên ‚abmagern‘ enthalten, gibt es eine nhd. Substantivbildung Söhre ‚versiegendes Wasser‘, die - als Wort nur schwach belegt - in Namen häufiger begegnet, auch in hess. FlN. Sie verweisen auf leicht trocken fallende Gewässer oder trockenes Land allgemein. In Dieburg (vielleicht auch Langen) wird Abschwächung aus *Sehren-hart ‚Wald mit Söhre‘ o. ä. vorliegen. Die Zugehörigkeit der FlN in Hergershausen/Münster ist nicht sicher; es scheint aber kollektiviertes *Sehr-ich zu Grunde zu liegen.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Söhre-Wiese: In der Söhrnwies (Maulbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/143129_in-der-soehrnwies> (aufgerufen am 03.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/143129