Reh-Grund: Im Rehe grunde
Beleg
Standard-Flurname
Reh-Grund
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1572
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 178/1.
Weitere Belege
- IM, UEBER DEM REHGRUND
- 1587: im Rehegrundtt [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 178/3., fol. 198'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grund
Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend.
Reh
Zu ahd. reia, rêh, mhd. rêch, rê st.N. ‚Reh‘. Die Namen deuten auf bevorzugte Aufenthaltsorte des Tieres oder auf Örtlichkeiten, die bei der Jagd auf Rehe eine Rolle spielten.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grund
Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. Dazu treten ziemlich häufig Diminutive mit den Suffixen -chen und -lein. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend. Auch bei Gewässern liegt die Bedeutung ‚tief‘ zu Grunde.
Reh
Zu ahd. rêia, rêh, mhd. rêch, rê st. N. ‚Reh‘. Die Namen deuten auf bevorzugte Aufenthaltsorte des Tiers oder auf Örtlichkeiten, die bei der Jagd auf Rehe eine Rolle spielten. Vermischungen mit Rech (Höllerbach) sind möglich.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Reh-Grund: Im Rehe grunde (Maulbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/143079_im-rehe-grunde> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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