Drossel-Sprung: DER DROSSELSPRUNG [ɪəm 'drosəl,ʃbruŋ]
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Sprung
Den FlN liegen unterschiedliche Benennungsmotive zu Grunde: Bei der Sprungwiese in Watzenborn-Steinberg kann es sich um eine Wiese mit einem Quell handeln (zu Spring, Sprunkel, s. d.) oder eine Wiese für den Gemeindebullen (zu Sprung ‚das Bespringen (vom Stier)‘. - Als GT bezieht sich Sprung in der Regel auf das ‚Springen‘ von Tieren, ahd. sprung, mhd. sprunc, sprung st. M. Hirschsprung ist ein verbreiteter Name für Hirschwechsel, manchmal auch EreignisN (Leib).
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Drossel
Zu mhd. droschel, trostel st. F. ‚(Sing-) Drossel‘, nach dem Vorkommen des Vogels. Sachlich begründbar ist auch die Ableitung von Rossel (s. d.), für einen Wall von Lesesteinen
Sprung
Sprungstall ist die besonders im nördlichen Ried geläufige Bezeichnung für den Stall für den oder die Gemeindebullen; zu Sprung ‚das Bespringen (vom Stier)‘.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Drossel-Sprung: DER DROSSELSPRUNG (Maulbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/142821_der-drosselsprung> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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