Dieb-Weg: unterm Diebweg
Beleg
Standard-Flurname
Dieb-Weg
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1720
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 113/3.
Weitere Belege
- AM DIEBSWEG
- 1574: diebwege
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 113/2., fol. 820 - 1720: am Diebweeg [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 247/3., fol. 314' - 1720: am Diebweeg [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 247/3., fol. 358' - 1720: über dem Dipweeg [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 113/3., fol. 484 - 1720: überm Diebweeg [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 247/3., fol. 314' - 1720: überm Dieweeg [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 113/3., fol. 484' - 1720: auf den Diepweeg stosendt
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 113/3., fol. 484 - 1720: überm Diebweeg
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 247/3., fol. 333
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Dieb
Dieb geht auf ahd. thiob, mhd. diep st. M. ‚Dieb, Räuber‘ zurück und bezieht sich in FlN auf Wege, auf denen Diebe zur Hinrichtung geführt wurden oder auf die Richtstätte selbst (Diebbaum) bzw. das Gefängnis (Diebsturm). Im Diebstock wurden Delinquenten öffentlich ausgestellt. Manche Dieb-Namen sind aber wohl umgedeutet aus ahd. thiot, diota, mhd.diet st. F.N.M. ‚Volk, Leute‘, so vor allem die Dietwege. - Zu Diebsleiche s. Schleiche.
Weg
Zu ahd. weg, mhd. wec st. M. in der Bedeutung ‚Weg, Straße‘, das als Simplex, BT und GT sehr häufig in FlN vorkommt. Die Belege, meist Simplizia, sind auf die Lage der Flurstücke bezogen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Dieb
Dieb geht auf ahd. thiob, mhd. diep st. M. ‚Dieb, Räuber‘ zurück und bezieht sich auf Wege, auf denen Diebe zur Hinrichtung geführt wurden oder auf die Richtstätte selbst (Diebbaum). Manche Dieb-Namen sind aber wohl umgedeutet aus ahd. thiot, diota, mhd. diet st. F. N. M. ‚Volk, Leute‘, so vor allem die Dietwege (s. d.). Die Belegreihe in Seligenstadt zeigt das Nebeneinander beider Formen. Sicher auch ursprünglich zu den Dieb-Namen gehört der Diebsturm, ein Gefängnis in Heppenheim
Weg
Zu ahd. weg, mhd. wec st. M. in der Bedeutung ‚Weg, Straße‘, das als Simplex, BT und GT sehr häufig in FlN vorkommt, hier aber kaum dokumentiert wird. Die Belege, meist Simplizia, sind auf die Lage der Flurstücke bezogen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Dieb-Weg: unterm Diebweg (Leusel)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/141744_unterm-diebweg> (aufgerufen am 07.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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