Lutz-Happel-Wiese: Lotz Hoppels Wieße genant

Historischer Beleg aus Lehrbach  
Gemeinde
Kirtorf
Landkreis
Vogelsbergkreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Beleg

Standard-Flurname

Lutz-Happel-Wiese

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1596

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, A 3, Lehrbach.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch

Happel

Zum PN Happel, der als FamN im Raum mehrfach belegt ist.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.

Südhessisches Flurnamenbuch

Happel

Zum PN Happel oder Nebenform zu südhess. Häppel ‚Ziege‘ (s. d.).

Lutz

Meist zum PN Lutz, in Zwingenberg (Auerbach?) zum FamN Lutzi. Vereinzelt (Groß-Zimmern?) vielleicht auch zu mhd. lûʒ, lûʒe st. F. ‚Versteck, Lauer‘ als Name für einen hoch gelegenen Beobachtungspunkt oder Ansitz.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Lutz-Happel-Wiese: Lotz Hoppels Wieße genant (Lehrbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/141556_lotz-hoppels-wiesse-genant> (aufgerufen am 29.11.2025)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/141556