Sechs-Gemahd: genandt die grose sechs gemadt
Beleg
Standard-Flurname
Sechs-Gemahd
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1572
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 178/6.
Weitere Belege
- 1572: genandt die kleine sechs gemadt [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 178/6., fol. 10
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gemahd
Zu nhd. Gemahde in der Bedeutung ‚Schwaden frisch gemähten Grases oder Getreides‘. Es handelt sich um eine Kollektivbildung zum Substantiv (hess.) Mahden, das aus ahd. mâda, mhd. mât st. N. ‚das Mähen, Heuernten; Heu, Wiese‘ hervorgegangen ist und eine ‚Reihe gemähten Grases‘ bezeichnet.
Sechs
Zum Zahlwort sechs, ahd. seh(s), sex, mhd. sehs; meist nach der Größe der Grundstücke, besonders als Angabe in Morgen. Historische Belege zeigen mehrfach den Wandel /ch/ > /s/.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gemahd
Zu nhd. Gemahde in der Bedeutung ‚Schwaden frisch gemähten Grases oder Getreides‘. Es handelt sich um eine Kollektivbildung zum Substantiv südhess. Mahden, das aus ahd. mâda, mhd. mât st. N. ‚das Mähen, Heuernten; Heu, Wiese‘ hervorgegangen ist.
Sechs
Zum Zahlwort sechs, ahd. seh(s), sex, mhd. sehs; meist nach der Größe der Grundstücke, besonders als Angabe in Morgen. Historische Belege zeigen mehrfach den Wandel /xs/ / /s/.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Sechs-Gemahd: genandt die grose sechs gemadt (Gontershausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/127112_genandt-die-grose-sechs-gemadt> (aufgerufen am 14.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/127112