Rumpel-Kaute: Rumpel-Kaute [dɪ 'rʊmbəl,kaʊd]
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch
Kaute
Zu spätmhd. kûte F. (mitteldt.) ‚Grube, Loch‘. Am Ende des 15. Jahrhunderts beginnt Kaute älteres Grube zu ersetzen. Namengebend waren stets natürliche oder künstliche Bodenvertiefungen, dann meist mit Kaute im GT. In Eisenkauten wurde Eisen im Tagebau abgebaut; die zahlreichen Leimenkauten dienten der Lehmgewinnung.
Südhessisches Flurnamenbuch
Kaute
Zu spätmhd. kûte F. (mitteldt.) ‚Grube, Loch‘. Am Ende des 15. Jh.s beginnt Kaute älteres Grube zu ersetzen. Namengebend waren stets natürliche oder künstliche Bodenvertiefungen, dann meist mit Kaute im GT. Ob auch der Beleg aus Wattenheim (als Diminutiv) hierher gehört, ist ungewiss.
Rumpel
Die Namen sind nicht sicher zu deuten. Den Formen mit Genitiv-s kann ein FamN Rumpel oder Ruppel zu Grunde liegen. Eher gehören die Namen aber zu südhess. rumpeln ‚dumpf hallen, dröhnen, poltern‘: Die Rumpelsbrücke könnte von dem Geräusch der darüber fahrenden Fuhrwerke ihren Namen bekommen haben. Rumpelkasten heißt in Südhessen ein Kasten voller Gerümpel, aber auch ein Dreschwagen oder ein Kinderschlitten: ein scherzhafter, abwertender Name für wertloses Land?
Hessischer Flurnamenatlas
Kaute
Karte 94
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rumpel-Kaute: Rumpel-Kaute (Fischbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/125505_rumpel-kaute> (aufgerufen am 29.11.2025)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/125505