Molt-Hübel: auf den Molthübell stosend
Beleg
Standard-Flurname
Molt-Hübel
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1721
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 182/5.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Molt
Zu ahd. molta, mhd. molte, molt st. sw. F. ‚Staub, Erde, Erdboden‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hübel
Zu mhd. hübel, hubel, hobel st. M. ‚Hügel‘. Das ältere, heute aufs Oberdt. und Teile des Mitteldt. beschränkte Wort Hübel (in der Schriftsprache durch Hügel verdrängt) verweist in hess. FlN auf kleine Bodenerhebungen. Mundartlich sind zahlreiche Formen belegt, die sich in unterschiedlichem Maß auch in der Schreibung der rezenten Namen widerspiegeln (Hübel, Höbel, Hewwel ). Historisch sind auch die Formen Hebel, Heppel und Hubel belegt. Der älteste Beleg von a. 1331 (Hobelechterod in Erzhausen) geht wohl auf eine sonst nicht belegte mhd. Vorform des nhd. Adjektivs hübelicht ‚mit Hügeln, mit Buckeln versehen‘ zurück. Der Name Hoppelried (Kailbach, früher Ober-Sensbach/Schöllenbach) enthält eine weitere gängige Nebenform von Hübel und haftet an einem Hügel im Wald.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Hübel
Karte 73
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Molt-Hübel: auf den Molthübell stosend (Erbenhausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/123870_auf-den-molthuebell-stosend> (aufgerufen am 03.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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