Scher-Berg: am schernbergk
Beleg
Standard-Flurname
Scher-Berg
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1555
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 131/1.
Weitere Belege
- 1555: vffm schermbergk [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 131/1., fol. 420'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Berg
Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für markante Bodenerhebungen in der Gemeinde. Im Übrigen können sehr unterschiedliche Höhen mit Berg benannt werden.
Scher
Als Simplex und als GT führen die Namen in der Regel auf mhd. schere st. F. ‚Felszacke, Klippe‘ zurück und beziehen sich auf steile, z.T. felsige Abhänge. Als BT erinnert Scher meist daran, dass das benannte Landstück abgeteilt wurde: zu mhd. scher sw. F. ‚abgeteiltes Stück Land, Wiese‘. Im Einzelfall kann aber auch mhd. scher sw. M. ‚Maulwurf‘, das in mittelhessisch Schermaus ‚Maulwurf, Wühlmaus‘ erhalten ist, namengebend sein.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Berg
Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für eine markante Bodenerhebung in der Gemeinde oder gelegentlich auch spezieller für einen Weinberg.
Scher
Möglich ist die Herleitung von ahd. skero, scher, mhd. scher sw. M. ‚Maulwurf‘, das in südhess. Schärmaus ‚Wühlmaus‘ enthalten ist. Daneben kommt, wo sachlich gegeben, mhd. schere st. F. ‚Felszacke, Klippe‘ in Betracht. Auch ein Zusammenhang mit mhd. scher sw. F. ‚abgeteiltes Stück Land, Wiese‘ ist nicht auszuschließen. - Der FlN Schörgraben (Langstadt) benennt einen Entwässerungsgraben
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Scher-Berg: am schernbergk (Burkhards)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/119494_am-schernbergk> (aufgerufen am 07.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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