Söhre: In Soern
Beleg
Standard-Flurname
Söhre
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1565/1566
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, E 13, Nr. 100/2.
Weitere Belege
- IN DEN SOEHREN
- 1587: Inn Söhrnn [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 178/2., fol. 257 - 1703: im Söern
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 115/1., fol. 4' - 1703: In den Säern [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 115/1., fol. 10
Deutungen
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Söhre
Zum mhd. Adjektiv sôr ‚trocken, dürr‘, in ahd. irsorên ‚abmagern‘ enthalten, gibt es eine nhd. Substantivbildung Söhre ‚versiegendes Wasser‘, die - als Wort nur schwach belegt - in Namen häufiger begegnet, auch in hess. FlN. Sie verweisen auf leicht trocken fallende Gewässer oder trockenes Land allgemein. In Dieburg (vielleicht auch Langen) wird Abschwächung aus *Sehren-hart ‚Wald mit Söhre‘ o. ä. vorliegen. Die Zugehörigkeit der FlN in Hergershausen/Münster ist nicht sicher; es scheint aber kollektiviertes *Sehr-ich zu Grunde zu liegen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Söhre: In Soern (Appenrod)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/112346_in-soern> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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