Mahl-Eiche: auf der Mahl eiche

Historischer Beleg aus Weidelbach  
Gemeinde
Haiger
Landkreis
Lahn-Dill-Kreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Mahl-Eiche

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1773

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Weidelbach Nr. 2.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Eiche

Hier sind hauptsächlich die Belege zusammengestellt, die auf Eichen als (Einzel-) Bäume hinweisen; zu ahd. eih, eihha, mhd. eich st. F. ‚Eiche‘ (Quercus). Einzeln stehende große Eichen konnten als Gerichtsbäume dienen. Vereinzelt kann Vermengung mit Eigen vorliegen.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Eiche

Zu ahd. eih, eihha, mhd. eich st. F. ‚Eiche‘ (Quercus). Einzeln stehende große Eichen konnten als Gerichtsbäume dienen. Als Kollektiv tritt Eichich auf (mhd. eichach); oft verweist der GT auf kleinere Eichenwaldstücke und -kulturen (-staude, -busch, -stecken; dazu auch -stachen?). In Pfungstadt scheint Asstädter aus Eichstauden zersprochen zu sein1. Vereinzelt können jedoch Vermischungen mit Eigen vorliegen.

Mahl

Zu ahd. mahal, mhd. mahel st. N. ‚Gericht, Gerichtsstätte‘. Die Namen erinnern an alte Gerichtsorte, die vielfach auf Anhöhen angelegt wurden. Der Name in Ober-Klingen wechselt in der Schreibung zwischen aa und eie, sodass der BT auch mhd. mûle, mîl st. F. ‚Meile‘ sein könnte1.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Mahl-Eiche: auf der Mahl eiche (Weidelbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/106547_auf-der-mahl-eiche> (aufgerufen am 03.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/106547